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Springboard AuthorJaroslava Gitner -4 Minuten-20.12.2025

Vom Kickoff bis Go-Live in 60 Tagen - so starten Stadtwerke erfolgreich ins neue Jahr

Der Jahreswechsel ist für viele Stadtwerke ein natürlicher Startpunkt für neue Projekte. Budgets sind freigegeben, Prioritäten neu gesetzt und die Motivation ist hoch. Gleichzeitig scheitern viele Digitalisierungsprojekte genau in dieser Phase nicht an der Technologie, sondern an unklaren Erwartungen, zu vielen Abstimmungen und falschen Annahmen. Aus unserer Erfahrung zeigt sich: Wer im Januar richtig startet, kann innerhalb von 60 Tagen produktiv live gehen. Wer zögert, verliert oft Monate.

Warum die ersten Entscheidungen alles bestimmen

In den ersten Gesprächen hören wir häufig denselben Wunsch: „Wir wollen schnell starten, aber nichts falsch machen.“ Genau hier liegt der Knackpunkt. Geschwindigkeit entsteht nicht durch Aktionismus, sondern durch Klarheit. Erfolgreiche Projekte beginnen mit wenigen, aber sauberen Entscheidungen. Welche Prozesse sollen wirklich automatisiert werden, welche Systeme müssen angebunden sein und vor allem: Wer trifft Entscheidungen, wenn es nicht eindeutig ist.

Deshalb starten alle Projekte mit einem standardisierten Kickoff-Termin, in dem genau diese Fragen geklärt werden. Ziel ist es, zu Beginn ein gemeinsames Verständnis zu schaffen, technisch, organisatorisch und operativ. Nur wenn alle Beteiligten dasselbe Zielbild haben, lässt sich ein Go-Live innerhalb von 60 Tagen realistisch umsetzen.

Der strukturierte Weg zum Go-Live

Statt eines offenen Projektverlaufs arbeiten wir mit einem klaren Phasenmodell. Dieses sorgt für Transparenz, reduziert Abstimmungsaufwand und macht Fortschritte messbar.

  • Phase 1: Setup-Phase (ca. 15 Tage)

    In der ersten Phase werden die technischen und organisatorischen Grundlagen gelegt. Dazu gehören der Zugriff auf relevante Systeme, die Abstimmung mit der IT sowie die Definition der benötigten Schnittstellen. Ziel dieser Phase ist es, alle Voraussetzungen zu schaffen, damit die Implementierung ohne Blockaden starten kann.

  • Phase 2: Implementierungsphase (ca. 30 Tage)

    In dieser Phase werden die Systeme installiert, konfiguriert und in die bestehende Prozesslandschaft integriert. Der Fokus liegt auf einem klar abgegrenzten Anwendungsfall und einem definierten Kanal-Setup. Statt alles auf einmal umzusetzen, wird bewusst priorisiert, um schnell produktiv zu werden.

  • Phase 3: Testphase (ca. 15 Tage)

    Nach der technischen Umsetzung folgt eine strukturierte und systematische Testphase. Hier werden reale Szenarien durchgespielt, Sonderfälle geprüft und interne Abläufe getestet. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit dem System zu schaffen, für das Team ebenso wie für die Organisation.

  • Offizieller Go-Live

    Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase erfolgt der offizielle Go-Live. Ab diesem Zeitpunkt wird das System produktiv geschaltet und aktiv von Kunden genutzt. Alle Kernprozesse laufen live, der Übergang in den Echtbetrieb ist vollzogen.

  • Phase 4: Stabilisierungsphase (ca. 30 Tage)

    Das System ist bereits live und wird aktiv von Kunden genutzt. In dieser Phase erfolgt eine engmaschige Überwachung der Prozesse. Auffälligkeiten werden früh erkannt, Kennzahlen analysiert und bei Bedarf nachjustiert. Diese Phase stellt sicher, dass sich das System stabil im Alltag etabliert.

Nach diesen 90 Tagen ist der Regelbetrieb erreicht. Das System läuft zuverlässig, die Prozesse sind eingespielt und können ohne permanente Begleitung genutzt werden.

Die drei Schritte, die Projekte zusätzlich beschleunigen

  • 1. Klarer Projektzuschnitt statt Wunschliste

    Viele Teams starten mit einer langen Liste an Ideen und Anforderungen. In der Praxis hat sich bewährt, den ersten Rollout bewusst zu begrenzen. Ein klar definierter Anwendungsfall, ein klares Kanal-Setup und ein klares Ziel reduzieren Abstimmungsbedarf und sorgen dafür, dass Ergebnisse schnell sichtbar werden.

  • 2. Die richtigen Stakeholder früh einbinden

    Erfolgreiche Implementierungen binden früh drei Rollen ein: Fachbereich, IT und Datenschutz. Nicht in endlosen Runden, sondern mit klaren Aufgaben. Wer liefert Input, wer prüft und wer entscheidet: Diese Klarheit verhindert spätere Schleifen und schafft Vertrauen im gesamten Team.

  • 3. Ein realistischer Go-Live-Plan

    Ein 60-Tage-Zeitraum ist realistisch, wenn Meilensteine klar gesetzt sind: Kickoff, Setup, Implementierung, Testphase und Go-Live. Projekte verzögern sich selten wegen Technik, sondern wegen fehlender Freigaben. Ein transparenter Zeitplan macht Abhängigkeiten sichtbar und hält das Projekt in Bewegung.

Was wir aus erfolgreichen Projekten gelernt haben

Die schnellsten Projekte sind nicht die lautesten. Sie zeichnen sich durch ruhige, strukturierte Arbeit aus. Klare Kommunikation, feste Ansprechpartner und ein gemeinsames Verständnis davon, was Erfolg bedeutet. Wenn diese Basis stimmt, wird der Go-Live nicht als Risiko wahrgenommen, sondern als logischer nächster Schritt.

Fazit

Ein erfolgreicher Start ins neue Jahr beginnt nicht mit großen Versprechen, sondern mit klaren Entscheidungen. Wer den Projektumfang fokussiert, Verantwortung sauber verteilt und strukturiert vorgeht, kann innerhalb von 60 Tagen produktiv live gehen. Die anschließende Stabilisierungsphase schafft die Grundlage für einen sicheren Regelbetrieb und damit für alles, was im Jahr noch folgt.

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Jaroslava Gitner

Sales Analyst

Bereits während meines Studiums habe ich mich für datengetriebene Kommunikation und neue Technologien begeistert. Bei Springboard habe ich die Möglichkeit gefunden, diese Leidenschaft mit einem klaren Ziel zu verbinden: Innovation in der Energiebranche erlebbar zu machen. Als Sales Analystin arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Vertrieb, Marketing und Produkt – und mache komplexe Inhalte greifbar. Ob in unseren SpringNews oder im direkten Kundenkontakt: Ich glaube an verständliche Kommunikation und daran, dass gute Lösungen auch erklärt werden wollen.

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